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Frauen in Unternehmensführung: Noch ein weiter Weg bis zur Chefinnen-Etage

Für Aufsichtsräte gilt dies bereits seit 2016: eine Frauenquote. Die größten börsennotierten und voll mitbestimmungspflichtigen Unternehmen in Deutschland müssen demnach mindestens 30 Prozent der Posten in ihren Kontrollgremien mit Frauen besetzen. Für Unternehmensvorstände gelten dagegen keine verbindlichen Quoten. Zwar sind die Unternehmen angehalten, sich Zielgrößen für den Anteil weiblicher Kräfte in den obersten Führungsetagen zu geben – doch die beträgt in vielen Fällen Null.

DIW/Statista/IG BCE

18.02.2020

Höchste Zeit, das Thema, auch mit Blick auf den nahenden Internationalen Frauentag am 8. März, mit Hochdruck voranzutreiben. Bereits der Blick auf die – in puncto Vorständinnen-Anteil überdurchschnittlichen - 30 größten börsennotierten Unternehmen zeigt, dass es trotz positiver Gesamtentwicklung bis zur Gleichberechtigung in den Chef(innen)etagen noch ein langer Weg ist. Entsprechend begrüßt die IG BCE einen aktuellen Gesetzentwurf des Bundesfamilienministeriums für die Einführung einer Vorständinnen-Quote als Schritt in die richtige Richtung. Die Quote will Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) für Unternehmen mit mehr als 2.000 Beschäftigten und mindestens vier Vorstandsmitgliedern einführen. In diesen Unternehmen, so sieht es der Entwurf vor, soll künftig mindestens eine Frau im Unternehmensvorstand sein.

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